Mladen Miljanović: Die finale Schlacht
6. November um 18:00
O događaju
Die finale Schlacht des Künstlers Mladen Miljanović ist ein Langfilm, dessen Handlung sich um vier Teams dreht, die für ein Film-Casting zuständig sind. Was diese vier Gruppen verbindet, ist die Tatsache, dass sie direkte oder indirekte Teilnehmer des Krieges in Bosnien und Herzegowina sind. Unter ihnen befinden sich Veteranen, Kriegsversehrte und zivile Opfer, und das Projekt, für das sie Schauspieler auswählen, ist ein fiktiver Action-Kriegsfilm. Indem sie ihre Eignung auf die durchlebte Erfahrung der Kriegsopfer oder ihrer Familienangehörigen stützen, entsteht eine antiheldische Erzählung, die den Krieg als Verlust und nicht als Sieg begreift. Das imaginäre Casting wird so zu einem sozialen Experiment, in dem sich ein scheinbar typisches Film-Casting in eine unerwartete Lektion über den Krieg und seine unfassbaren Schrecken verwandelt.
Methodisch experimentell und durch die Art, wie er einen Teil des Schauspielerensembles einbezieht, subversiv, erzählt Die finale Schlacht zahlreiche persönliche Kriegsgeschichten und wirft Fragen über die Kultur der Gewalt und die kinematografische Inszenierung des Krieges in der zeitgenössischen westlichen Kultur auf. Dabei werden die bosnische Perspektive und ihre Konfliktbeziehungen aus den 1990er-Jahren zum Rückgrat der Erzählung, während die unmittelbare Erfahrung des Traumas zu einem brutalen Aufruf zur Ernüchterung und Objektivität heranwächst.
Der Film zeigt Kriegsopfer und ihre Familien mit ihren individuellen Geschichten. Ihr Ausmaß, der Grad der sozialen Verwüstung und die Tiefe des Traumas durchdringen das gesellschaftliche Gefüge und lassen niemanden unberührt. Dokumentarische Zeugnisse in der ersten Person Singular, überlagert mit der stilisierten Fiktion eines potenziellen Spielfilms, verstärken den Eindruck des beschwerlichen Alltags von Nachkriegsgesellschaften und jener, die derzeit vom Krieg betroffen sind. Nationale Begeisterung und patriotische Euphorie werden so bis auf ihre Grundfesten dekonstruiert, während Fragen nach den Motiven der Kriegsführung und der Bereitschaft, das eigene Leben oder einen Teil des Körpers zu opfern, bei den Zuschauern Verwirrung und ein Gefühl des Paradoxons auslösen.
Nach der Vorführung findet ein Gespräch mit dem Autor Mladen Miljanović sowie den Filmteilnehmern Zlatan Kovačević und Sabahudin Hodžić statt. Am selben Abend wird auch ein Konzert von Damir Avdić Graha aufgeführt, dessen Musik im Film vorkommt.
Die Veranstaltung wird mit Unterstützung der Foundation for Arts Initiatives in New York realisiert.
Detalji
- Kada
- Freitag, 6. November · 18:00
- Gdje
- KRAK centar, Bihać
- Cijena
- Kostenlos
